Kellerbrand in Hamburg – Feuerwehr rettet 10 Menschen

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Am späten Donnerstagabend gingen bei der Feuerwehr Hamburg mehrere Notrufe ein, die Feuer im Keller eines mehrgeschossigen Wohnhauses in der Max-Pechstein-Straße in Hamburg Billstedt meldeten. Sofort wurde das Alarmstichwort FEU1Y – „Feuer Alarmstufe 1 mit Menschenleben in Gefahr“  ausgelöst und dadurch der Löschzug der Feuer- und Rettungswache Billstedt und die Freiwillige Feuerwehr Boberg zu der angegebenen Adresse alarmiert.

Als die ersten Kräfte eintrafen, schlugen ihnen die Flammen aus mehreren Kellerfenstern bereits meterhoch entgegen. Da offenbar eine Verbindungstür zum Keller im Inneren des Gebäudes geöffnet war, drang schwarzer Brandrauch auch im Treppenhaus hervor und verteilte sich bis unter das Dach. Mehrere Bewohner hatten offenbar nachgesehen, was los war, ließen ihre Wohnungstüren offen, Brandrauch zog in die Wohnung und verrauchte diese. Mehrere Menschen standen bei Eintreffen der Feuerwehr an Balkonen und Fenstern und riefen um Hilfe. Sofort erhöhte der Zugführer die Alarmstufe auf FEU2Y – „Feuer Alarmstufe 2 mit Menschenleben in Gefahr“ und forderte weitere Kräfte und Rettungswagen nach.

Mit mehreren Trupps unter Atemschutz drangen die Einsatzkräfte in das Gebäude vor und retteten insgesamt 10 Menschen mit Fluchthauben aus dem Gefahrenbereich, der sich mittlerweile über die gesamte Gebäudehöhe ausgebreitet hatte. Im Keller des 9-geschossigen Wohnhauses brannte ein Kellerraum mit insgesamt 6 Verschlägen in voller Ausdehnung. Der Brand wurde mit zwei C-Rohren bekämpft. Mithilfe von Drucklüftern wurde das Treppenhaus entraucht, damit dieses wieder nutzbar wurde.

Ein Trupp kontrollierte mit einer Wärmebildkamera von außen, ob die Flammen, die aus den Kellerfenstern schlugen, auf das auf die Fassade aufgebrachte Wärmedämm-Verbundsystem übergegriffen hatten. Dies war nicht der Fall. Ein Mann und eine Frau wurden mit dem Verdacht auch eine Rauchgasinhalation in ein Krankenhaus befördert. Alle anderen 8 Geretteten verblieben auf eigenen Wunsch an der Einsatzstelle.

Nachdem der Brand gelöscht war, wurden alle Wohnungen auf Rauchfreiheit und Kohlenmonoxid-Konzentration kontrolliert. Die Brandursache wird jetzt von der Polizei ermittelt. Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg dauerte insgesamt 2 Stunden.

Eingesetzte Kräfte:

  • 2 Löschzüge der Berufsfeuerwehr
  • 2 Freiwillige Feuerwehren
  • 2 Führungsdienste (B-Dienst, Bereichsführer FF)
  • 1 Umweltdienst
  • 1 Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Atemschutz
  • 4 Rettungswagen
  • 1 Notarzteinsatzfahrzeug
  • 1 Pressesprecher
  • insgesamt 60 Einsatzkräfte

Foto: Symbolbild

Redaktion

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